Heute habe ich mir vor Ort ein Bild von der Plastrennschlittenbahn des ESV Lokomotive Zwickau e. V. gemacht. Im Mittelpunkt meines Besuchs stand der intensive Austausch mit dem Vereinsvorstand um Präsidenten Dr. Jörg Oettler über die geplante Sanierung der Bahnoberfläche sowie über mögliche Wege, das Vorhaben finanziell zu unterstützen.
Die Plastrennschlittenbahn ist weltweit die einzige Anlage ihrer Art und besitzt für den Freistaat Sachsen wie für den deutschen Rennrodelsport eine herausragende Bedeutung. Als anerkannter Talentstützpunkt des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) trainieren hier jährlich rund 30 bis 40 Landes-, Perspektiv- und Olympiakaderathletinnen und -athleten. Genutzt wird die Bahn darüber hinaus von Sportlerinnen und Sportlern aus ganz Deutschland sowie aus Polen, Österreich und Bulgarien, von Schulen aus dem Landkreis Zwickau und darüber hinaus sowie im Rahmen von Trainingslagern und Lehrgängen. Insbesondere nach dem Wegfall von Trainingskapazitäten am Königssee hat die Bedeutung des Standorts weiter zugenommen – auch als unverzichtbarer Bestandteil des Sommertrainings für den Bundesstützpunkt Oberwiesenthal. Mit dem Glück-Auf-Pokal und dem Internationalen FIL-Cup finden zudem regelmäßig Wettkämpfe mit internationaler Ausstrahlung statt.
Die Sportstätte steht im Eigentum der Stadt Zwickau, die ihren Erhalt bereits mit eigenen Fördermitteln unterstützt. Seit 2025 ist die Bahn zudem in die Trainingsstättenförderung des Olympiastützpunktes Sachsen e. V. aufgenommen, die auf Landes- und Bundesmitteln beruht und für 2026 erneut bestätigt wurde – für mich ein deutliches Signal für die überregionale Bedeutung des Standorts.
Konkret geplant ist eine umfassende Sanierung der Bahnoberfläche mittels Sandstrahlverfahren mit anschließender Neubeschichtung, um Sicherheit, Gleichmäßigkeit und Leistungsfähigkeit langfristig zu erhalten. Ergänzend soll die bestehende Zeitmesstechnik modernisiert und erweitert werden, damit künftig auch Staffelwettbewerbe regelkonform durchgeführt und trainiert werden können.
Für mich ist die Rennschlittenbahn in Zwickau eine echte Besonderheit – nicht nur für unsere Region, sondern für den gesamten deutschen Rennrodelsport. Eine Sportstätte mit einer solchen Strahlkraft und einem so hohen Nutzen für den Nachwuchs- und Spitzensport verdient unsere volle Aufmerksamkeit. Ich werde das Vorhaben gerne begleiten und mich gemeinsam mit dem ESV Lokomotive Zwickau dafür einsetzen, dass die Sanierung und Modernisierung gelingt. In den kommenden Wochen werde ich gemeinsam mit dem Verein ausloten, welche Fördermöglichkeiten für das Vorhaben infrage kommen.
Welche Förderwege konkret zum Tragen kommen und in welchem Umfang eine Unterstützung möglich ist, wird derzeit geprüft. Ich werde an dieser Stelle über den weiteren Fortgang berichten, sobald belastbare Zwischenergebnisse vorliegen.